„Aber Sie können doch, Liebste? Sie reisen ja ununterbrochen!“

„Ich möchte nach Paris reisen!“

„Nach Paris!“

Aber augenblicklich hatte der General seine Fassung wieder gefunden. Er beugte sich vor. „Sie werden nach Paris reisen, Gräfin!“ versichert er mit Feierlichkeit in der Stimme. „Ich gebe Ihnen mein Wort!“

„Ich werde — Herr General?“

„Ja“, fuhr der General mit derselben Feierlichkeit fort. „Paris und Calais werden fallen, Gräfin, die Trümmer der englischen Armee werden ins Meer geworfen — im Sommer werden wir in Paris den Frieden diktieren. Dies ist meine heilige Überzeugung!“

„Gott segne Sie, General!“ Gräfin Heller zog die kleine Hand aus dem Muff und streckte sie lachend dem General entgegen.

Diese kleine Unterbrechung — während sich der graue Scheitel über die kleine Hand beugte — benutzte Otto. Er erhob sich rasch, und auch Heinz schnellte in die Höhe. Die beiden jungen Offiziere verabschiedeten sich.

Butzi erwachte, überzeugte sich, gegen den General schielend, daß er noch blieb, und ringelte sich, ergeben in sein Schicksal, wieder zusammen.

Otto beugte sich über Doras Hand, die wie eine Koralle blühte, und seine hellen verwegenen Augen — doch Dora wehrte lächelnd seinen Blick ab.