Flammend steht er, der einzige, zornrot, mit weißen Haaren. Seine rasende Stimme erstirbt im Lärm.

Schon sind die Tribünen leer. — —

Die Pulse fliegen. Die Lider peitschen die Augen, das Blut donnert in den Ohren, und die Glieder schwingen. Die Erde hebt sich, bald wird sie zerreißen — Rauch, Feuer! Genug, genug!

„Genug und vorbei!“

Das blaue Himmelsgewölbe splittert, Finsternis. Das Rad der Geschichte vollendet krachend seine Umdrehung, es wälzt sich heran, zermalmend — Staub, Rauch . . .

Uniformen und Roben fluten die Treppe hinab in den herrlichen Tag. Ganz wie nach einem Pferderennen von den Tribünen. Die Rechtsanwälte schießen hindurch, mit ihren Mappen, sie haben es immer eilig. Eingläser funkeln, das Lächeln blitzt auf den Lippen einer schönen Dame. Sporen klirren und Säbel rasseln.

Wagen fahren heran, die Automobile qualmen.

Lautlos huscht die Limousine des kleinen freundlichen Greises am Wall der Schutzleute vorbei.

Schwerdtfeger hat seinen hohen Chef oben auf der Treppe erspäht und den Wagen herangebracht, ohne die geringste Rücksicht zu nehmen. Er kennt nichts als seinen Dienst.

Der General braucht nur irgendwo aus einem Hause zu treten und über den Bürgersteig zu gehen, immer steht Schwerdtfeger bereit. Der General muß nur den Fuß heben, das ist alles. Aber er hat sich nie Gedanken darüber gemacht.