„Viele?“

Kunze lachte und richtete sich zur Hälfte auf. Das Gesicht des kleinen Herrn Herbst erschien ihm nun langgezogen, mit turmhoher Stirn, wie in einem Lachkabinett. „Viele, sagen Sie?“ wiederholte er geheimnisvoll und wichtigtuerisch. „Viele? — Wir sind Legion!

„Legion?“

Die turmhohe Stirn sank in sich zusammen, und eine runde Rauchwolke erschien an ihrer Stelle. Herr Herbst war vor diesem Wort zurückgeprallt und hatte erschrocken den Rauch ausgestoßen.

„Ja, Legion, überall und allgegenwärtig. Selbst da, wo uns niemand vermutet. Ja ja, mein Verehrtester — überall. In allen Städten Deutschlands — bei allen Generalkommandos — bei allen Behörden — bei der Post, Eisenbahn — in den Ministerien — G III ist einfach überall.“

In der Heimat, in der Heimat,

Da gibt’s ein — ha! ha! ha!

Kunze schnellte in die Höhe, und augenblicklich begann der Trichter von neuem zu heulen:

Ich hatt’ einen Kameraden . . .

„Ja, überall. Niemand weiß, ob das Auge von G III nicht auf ihn gerichtet ist. Selbst ich weiß es nicht, ob ich nicht selbst wieder beobachtet werde! Ja, so ist es, bei Gott! Alle Kulturstaaten haben diese Einrichtung, geben Millionen dafür aus — unsere Organisation ist sogar noch klein im Vergleich zu der anderer Großmächte. Klein, im Verhältnis, aber sie arbeitet zuverlässig. Sie können mir ruhig glauben.“