„Ich friere“, entgegnete Herbst, und seine Zähne klapperten. „Ich fühle mich eiskalt. Gewiß bin ich schneeweiß.“
„Sie glühen. Trinken Sie! Weshalb schrien Sie so?“
„Ich habe von Toten geträumt.“
Ackermann lächelte. „Vor Toten brauchen Sie keine Angst zu haben.“
Herbst zitterte und heftete die fiebernden Augen auf Ackermann.
„Und die Schritte,“ flüsterte er, „die ganze Nacht. Vor dem Hause. Haben Sie das grüne Hütchen nicht gesehen?“
„Trinken Sie noch etwas!“
„Fliehen Sie! Sie sind da!“
Frisch und jung erschien ihm Ackermann, eine Erscheinung aus einer andern Welt. Die finsteren Mächte, die diese Erde bevölkern, konnten ihm nichts anhaben. Seine Augen glänzten, sein Mund blühte tiefrot, er schien weder müde noch schläfrig, obschon es tief in der Nacht war. Er lächelte heiter, als er von den Schritten vor dem Hause hörte, nein, auch sie konnten ihm nichts anhaben. Er schwebte auf Wolken wie ein Engel. Er war ein Gesandter Gottes, der zu ihm gekommen war, um ihm zu trinken zu geben.
Die Kerze verschwand. Schon war es wieder dunkel.