„Die Marne abermals überschritten!“
„Die Marne abermals überschritten!“
Hundert gierige Hände streckten sich ihr gleichzeitig entgegen. Sie drehte sich im Kreise, wischte sich den Schweiß mit dem Ärmel von der Stirn.
„Hier, bitte, geben Sie!“
„Die Marne — sofort, junge Frau — abermals überschritten.“ Ihre gellende Stimme übertönte den Marsch der Kapelle auf dem Bahnhof.
Das Auto rückte an. Hedi konnte gerade noch das Blatt ergreifen.
Sie warf noch einen flüchtigen Blick in die Höhe — da sah sie gerade, wie der Mann auf dem Dachfirst plötzlich schwankte — hatte man geschossen? — schwankte — mit den Händen in die Luft griff und über das steile Dach herabstürzte. Eine Sekunde wurde der Körper von der Dachrinne aufgehalten, dann fiel er . . . Hedi bedeckte die Augen mit der Hand.
Die schweißtriefende Zeitungsfrau raste dem Bahnhof zu und schrie gellend:
„Die Marne abermals überschritten! Die Marne abermals — —“