Offenbar hatte Alexa Gesellschaft — Lachen, Händeklatschen, ein sehr lauter Phonograph, Stampfen — das traf sich ausgezeichnet.

Die Türe öffnete sich, und Dönhoff bat der Dame des Hauses zu sagen, daß „Rinaldo“ vor der Tür stände und sie erwarte. „Rinaldo! Sonst nichts! Sie kennen doch den berühmten Räuberhauptmann? Ich bin es!“

Ah! Dönhoffs Herz pochte — es hatte nicht so laut gepocht, als die Granaten einschlugen — ein Ausruf, ein Schrei! „Rinaldo! Wirklich?“ Und zwei Arme umschlangen Dönhoffs Hals, zwei weiche, gepuderte, duftende Arme.

„Rinaldo, Lieber, Liebster! Welche Überraschung!“

Aber sofort hatte Alexa herausgefunden, daß diese Sache mit den schlechten Augen auffallend war, diese entsetzliche schwarze Brille!

Sie schob diese Brille mißtrauisch in die Höhe — und da waren also, wo sonst die Augen sind, wo sonst diese Augen waren, sie kannte diese frechen Augen — zwei rote Nähte, keine Augen mehr.

Alexa stieß entsetzte Schreie aus. „Mein Gott, was haben sie mit dir gemacht?“

Sie weinte und stampfte mit den Füßen.

„Ah, diese Schurken!“ schrie sie — und der laute Phonograph spielte einen Two-step — „Sie haben ihn blind geschossen!“ Und sie drückte ein paar rasche Küsse auf diese roten Nähte, wo die Augen früher saßen.

„Meine Herrschaften!“ — der Phonograph schwieg — „Ich stelle Ihnen hier meinen Freund vor, meinen lieben alten Freund, Baron Dönhoff — ein lieber Junge! Er ist blind — diese Schurken von Franzosen haben ihn blind geschossen! Er ist der berühmte Herrenreiter Dönhoff. Sie erinnern sich, meine Herren — er gewann so viele Rennen — Kitty, gehe weg — nun ist er also wieder in Berlin — ja, hier bist du zu Hause, du lieber Junge!“