Pünktlich auf die Minute erhob sich der General am nächsten Morgen. Er hatte fast nicht geschlafen in dieser Nacht. Funken sprühten vor seinen Augen, er sah schlecht. Wieder zuckte sein rechtes Augenlid. Seine Haut war trocken und heiß, er hatte Fieber.

Nicht einmal Niki, der in seinem Bauer zwitscherte, gönnte er heute einen Blick. Teilnahmslos, schwerfällig, automatisch bewegte er sich, wie im Halbschlaf.

Punkt einhalb acht klingelte das Telephon, das Amt, wie befohlen.

Der General taumelte am Apparat. Der Hörer zitterte in seiner Hand. Er war genötigt einen Stuhl heranzuziehen und lallte, als er sprechen wollte.

Schlechte Nachrichten, offenbar. Ja, schlechte, sehr schlechte!

Und niemand, dachte der General, niemand — das Reich wankt — und niemand, nichts als Unfähigkeit, Dünkel und Verblendung!

Schlimmer noch — schlimmer! Ein Verbrechen . . .

Das Haus war leer, tot, das Speisezimmer düster und verlassen.

Ein Brief?

Seht an!