Da! Da!
Aber was ist das?
Der General taumelt zurück.
Ein Auto, ein grauer, offener Wagen, rast, fliegt — kein Wort — er schnellt in langen Sätzen über den Asphalt, wie eine startende Flugmaschine hebt er sich in die Höhe, die Funken stieben aus den Pneus. Matrosen! Und es flattert, weht — eine rote Flagge! Verschwunden.
Noch immer taumelt der massige Körper des Generals.
Ja, jetzt hat er begriffen. Die zerbrochenen Gewehre auf dem Pflaster — die Truppen haben sie aus den Fenstern auf die Straße geworfen — das war das unerklärliche Splittern, das er gehört hatte, als zerbrächen dünne Balken. Und der tobende Lärm in der Stadt — jetzt begriff er.
Der greise Portier schloß den Wagenschlag.
Seine weißen Haarsträhnen flatterten im Wind, als die Limousine abfuhr. Er hatte die Mütze abgenommen. Nein, nicht wie der alternde Moltke sah er heute aus, mit seinem Frauengesicht. In seinem abgeschabten Mantel, mit seinem dünnen Hals, seinen weißen, flatternden Haarsträhnen, seinem hohlen Blick erschien er in diesem Augenblick wie ein alter Lämmergeier, wie man sie in den zoologischen Gärten sieht.
Aber weiter, weiter! Schwerdtfeger biegt ab. Eine Mauer von Menschen. Der Motor dröhnt. Die Limousine jagt durch den Tiergarten, weiter, immer weiter. Schwerdtfeger versucht die Tiergartenstraße zu erreichen — unmöglich. Wiederum Züge von Menschen. Rote Flaggen.
Schon knattert es in den Straßen!