Alles ging gut!

Der Gegner, sein Gegner da drüben, dieser Halunke mit dem Käppi und dem weißen Spitzbart, hatte ihm die Höhe durch Überraschung genommen, mitten in der Nacht. Aber er hatte sich verrechnet! Schon taumelten die Soldaten von ihren feuchten Strohlagern, schon rollten die Autobusse, die Hölle wollte er ihm bereiten. Bevor die Sonne aufging, war die Höhe wieder in seiner Hand.

Es ging vorzüglich, schon hatten die Jäger das Labyrinth — das Hauptfort der Höhe — wieder seinen Zähnen entrissen. Aber irgend etwas war doch auffallend — plötzlich schienen es weniger Offiziere zu sein. Im Vorzimmer war überhaupt niemand. In der Schreibstube arbeiteten im ganzen zwei Leute.

Doch auffallend! Wo ist der Chef des Stabes? Der General klingelte. Niemand kam. Er stieß ungehalten die Tür auf: niemand! Wieder ging er in das Schreibzimmer, der Telegraph tickte — aber niemand! Die Kanonen schlugen weniger laut.

Wo waren sie hin, das Gewimmel von Offizieren, Adjutanten, Schreibern, Ordonnanzen? Das ganze Schloß mit seinen hundert Sälen war leer und finster. Im Schein des. Geschützfeuers suchte er seinen Weg. Bilder, Möbel, Spiegel, die rot aufglühten.

Kein Mensch!

Er war allein.

Bestürzt eilte er vor das Portal. Kälte, Nacht. Der Boden gefroren, ein eisiger Wind, die Bäume kahl und spitz. Ringsum, der ganze Horizont ein Feuermeer.

Aber kein Lärm!

Über die Parkmauer fuhr von Zeit zu Zeit ein Feuerbalken. Die Haubitzen standen dahinter, richtig. Der General eilte. Eben schwankte in der Dunkelheit ein Rohr, Glut blies in die Nacht — aber kein Mensch und kein Laut! Der General strich entsetzt um das Geschütz — keine Seele — was war das —?