Da aber traf der Lichtstrahl ihn mitten ins Herz. Er fuhr zusammen, seine rasenden, dunkeln Augen richteten sich ins Licht und flammten in seinem bleichen Gesicht.

Er sah nicht die Schutthaufen mit den Papierfetzen und rostigen Eimern, nicht die Lauben mit den schwarzen Lumpen auf den Dächern: er sah das Licht, das sich zwischen düsteren Wolkensäumen durchfraß und die Herrschaft über die Dunkelheit an sich riß.

Seine Finger berührten das heilige Buch, zuckten.

Ich glaube! Ich glaube!“ schrie er dem Licht entgegen.

2

Auch der alte Portier, der Veteran von 70, war schon wieder auf seinem Posten. Zuweilen trat er aus der Loge und spuckte aus. Und da — ist es zu glauben? — da war auch schon wieder jener Aufdringliche, jener kleine, ältere Herr. Er zog den steifen Hut.

„Seht an — Sie? Schon wieder?“ begrüßte ihn der Portier unfreundlich. Und vorwurfsvoll fuhr er fort: „Sie haben mich in eine hübsche Lage gebracht, das muß ich sagen!“

„Hübsche Lage —? Um Gottes willen —?“

„Ja, eine hübsche Lage, Herr — Herbst, nicht wahr?

„Jawohl, Herbst.“