Unsere Gedanken sind oben bei ihnen, unsere Wünsche, unsere Hoffnungen und unsere Angst. Die Spannung schmerzt, im Herzen, im Gehirn. Wird es gelingen? Im ganzen Umfang? Und wird es mit geringen Opfern gelingen?
Es ist ganz still in unserer Baude.
„Wollen wir hören, ob viel Infanteriefeuer hörbar ist. Denn das bedeutet nichts Gutes,“ sagt der General, und wir treten hinaus.
Es ist fast gar kein Infanteriefeuer vernehmbar. Es steht gut! Die Geschütze krachen und wettern ohne Pause. Sie schießen nun natürlich nicht mehr auf Marie-Thérèse, sie feuern auf die feindlichen Batterien und Zugangswege. Die feindlichen Einschläge krachen in den Wäldern. Aber durch die kurzen Pausen des Krachens hindurch lauschen wir gespannt nach oben. Nur vereinzelte Schüsse. Da beginnt ein Maschinengewehr hohl zu klopfen.
„Ein französisches Maschinengewehr! Das ist schrecklich!“ sagt ein Offizier leise vor sich hin.
Aller Herzen sind oben bei ihnen, die jetzt kämpfen für die deutsche Sache.
Es kommt die Meldung, daß alles gut stände. Wir atmen auf.
Elf Uhr dreißig Minuten trifft die erste bestimmte Meldung ein. Das Regiment X. hat zwei Gräben genommen, gegen hundert Gefangene. Es geht gut vorwärts.
Der Adjutant sitzt am Telephon, und sobald er eine Meldung entgegengenommen hat, teilt er sie uns mit.
Elf Uhr vierzig Minuten. Das Regiment Y. hat ein paar Gräben überrannt, eine Anzahl Gefangene, Maschinengewehre, Minenwerfer. Es sind die Leute von der Eselsnase, bei denen ich heute morgen war. Das Regiment ist berühmt und gefürchtet beim Gegner.