Nun aber wimmelt es auf dem Waldweg. Eine Feldbahn führt in der Nähe vorüber. Darauf laufen Karren, von vier Krankenträgern geschoben, und auf den Karren sitzen und liegen die Verwundeten. Auf einer Karre hockt oben ein junger Franzose und jammert und stöhnt in gleichen Zwischenräumen. Sonst hört man nur selten einen Schmerzenslaut.
Eine Bahre wird vorübergetragen. Ein Feldgrauer liegt ausgestreckt darin.
„Wo fehlt’s?“ fragt der General.
„Beinschuß!“
„Nun, immer rasch zum Verbandplatz.“
Eine zweite Bahre wippt auf den Schultern der Träger vorüber. Bleich und still liegt darin ein Franzose.
Leichtverwundete kommen allein an. Der General hat für jeden ein ermunterndes Wort, einen freundlichen Zuruf. „Was ist mit Ihnen?“ fragt er einen Grauen, dessen rechte Hand in blutigem Verbandzeug steckt. „Granatsplitter.“ – „Na, es wird nicht so schlimm sein. Wissen Sie den Verbandplatz? Gleich da drüben.“ Wie ein Vater spricht der General seinen Leuten zu. „Wie steht es oben?“ – „Wir haben drei Gräben genommen, Herr General!“ – „Na, das ist prachtvoll. Immer rasch zum Verbandplatz.“
Bahren, Karren.
Ein Grenadier mit verbundenem Arm, gestützt von einem Krankenträger, kommt festen Schrittes, stolz und aufgerichtet des Weges, obschon ihm Schmerz und Schrecken im Gesicht sitzen. Ein Lob des Generals läßt seine Miene aufleuchten.
Auf einer Karre sitzt ein Verwundeter. Sein Kopf ist nichts als ein weißes Knäuel mit blutigen Flecken. Aber er sitzt mit verschränkten Armen, ganz behaglich.