„Wie gefällt es Ihnen? Bitte, Feuer!“
„Ganz prächtig!“ sagte Grau und paffte. „Ganz herrlich ist das.“
Die beiden Mädchen sahen einander an und dann riefen sie wie aus einem Munde aus: „Aber wir haben ja ganz vergessen zu gratulieren! Herzlichsten Glückwunsch! Allerherzlichsten Glückwunsch!“
„Danke! Danke!“ Grau verneigte sich.
„Wir waren so überrascht, als wir es in der Zeitung lasen! Und wie sehr wir uns gefreut haben! Wie glücklich Susanna ist! Und Mütterchen erst! Mütterchen hat die Zeitung mit der Anzeige naß geweint! Ja, so herzlich haben wir uns darüber gefreut! Wir lieben Susanna!“ Hahaha — diese ganz abscheuliche Baßtrompete!
Sie plauderten und es trat noch eine Chinesin zu ihnen, ein hoch aufgeschossenes Mädchen mit vorstehenden langen Zähnen, die eine eigentümliche Art hatte den Kopf langsam auf den Schultern zu drehen. Dann rannte eine pechschwarze Jüdin heran, die Grau einen Fächer aufschwätzte, es kam noch eine Chinesin, die Orangen zu verkaufen hatte, ein kleines häßliches Mädchen mit stumpfer Nase und großen Ohren, eine andere, und schließlich stand ein ganzer Kreis von Mädchen um Grau herum. Alle lachten, schwätzten und sahen Grau an.
„Gestatten Sie, daß ich vorstelle — Fräulein Anna Mohr —“
„Keine Namen, keine Namen! Es ist ja Fasching!“ schrien die Damen.
Grau lachte und rauchte die Zigaretten. „Ich habe gar nicht gewußt, daß es so viele schöne Damen in der Stadt gibt?“ sagte er und sah alle der Reihe nach an. Sein Blick war ruhig und rein.
Die Mädchen lachten.