Er knöpfte das unglückliche gelbe Kostüm auf und fuhr hastig in die Rocktasche. Wie andere Leute eine alte Zeitung herausziehen, so zog er einen ganzen Pack von Banknoten aus der Tasche.

Gelächter! Ja, da sehe man, daß man es mit einem Millionär zu tun habe, hoho! Selbst die Offiziere von Weinberg wurden aufmerksam.

„Bitte, Herr Eisenhut!“ sagte Adele, da Eisenhut zögerte. „Ich werde sogar nippen an dem Kelche, aber legen Sie nur das Geld auf den Tisch!“ Sie lachte und nippte am Glase.

Eisenhut fühlte sich unbehaglich. Er blinzelte rasch hintereinander, lächelte, machte eine wegwerfende Handbewegung und legte einen Hundertmarkschein auf den Tisch.

„Bravo! Ja, bravo und hoch Eisenhut!“

Eisenhut lächelte. Er nahm das Glas, erhob es gegen Adele und trank es leer. Er fühlte sich von allen Seiten beobachtet und wurde mehr und mehr unsicher.

Adele füllte abermals Eisenhuts Glas. Sie lachte und sagte, daß sie wieder daran nippen werde und er werde wieder hundert Mark dafür bezahlen.

„Wieder?“ fragte Eisenhut mit zitternder Stimme.

„Sie werden sich wohl nicht erst lange besinnen, oder? Eine Kleinigkeit wie hundert Mark! Und noch dazu, wenn ich am Glase nippen werde.“

„Noch mehr?“ fragte Eisenhut in ungläubigem Tone. „Hundert Mark für die Flasche, wie? Man hat sie mir um zwanzig Mark angeboten, vorhin.“ Er deutete auf die Jüdin mit dem hohen Busen.