„Hahaha!“ lachte der dicke Chinese und zog seine Karten auf.

Hier geschah es, daß Herr von Hennenbach auf Grau blickte. Wiederum ruhten die Blicke der beiden eine Weile merkwürdig fragend und suchend ineinander. Grau blickte den Freiherrn lange an. Und es war eigentümlich, der junge Mann erbleichte unter Graus Blick. Er erbleichte ganz langsam. Er wandte die Augen ab, um Grau sofort wieder anzusehen. Er legte die Karten auf den Tisch, starrte Grau an und drehte mechanisch den silbernen Reif um das Handgelenk. Dann gab er sich einen Ruck, verzog den Mund und griff nach seinem Glase und erhob es gegen Grau.

„Auf Ihre Gesundheit, Herr Grau!“ sagte er und lächelte.

Grau rührte sich nicht. Es war ein solcher Lärm, daß der Freiherr annahm Grau habe nicht gehört. Er wiederholte: „Auf Ihre Gesundheit, Herr Grau!“

Sah Grau nicht? Hörte er nicht? Er blickte ruhig und ohne eine Miene zu bewegen auf den jungen Mann.

„Auf Ihre Gesundheit, Herr!“

Grau sah und hörte nicht.

„Das ist doch unerhört!“ stammelte der Freiherr und erbleichte.

Niemand hatte dem Vorfall Beachtung geschenkt.

Professor Richter rückte näher an Grau heran, so daß jetzt Grau ebenfalls unter den gelben chinesischen Schirm zu sitzen kam.