„Nun Susanna, bald wirst du reisen und ebenfalls viel Schönes erleben.“
Susanna lächelte und sah mit eigentümlichen Augen auf die Freundinnen.
„Ja,“ sagte sie, „wie recht sie doch hat! Bald werde ich reisen, aber ich weiß nicht wohin. Du nimmst ein Billet nach Genf, du setzt dich in den Zug und steigst aus und bist in Genf. Aber ich werde nicht wissen, wo ich aussteige.“
Niemand wagte zu sprechen, so eigentümlich klang das, was Susanna sagte.
„Drum adieu!“ fuhr Susanna fort und im Augenblick hatte sie sich im Bette aufgerichtet. „Drum adieu, adieu!“
Sie winkte mit beiden Händen den Freundinnen zu, die Hände bewegten sich matt in den Gelenken.
„Drum adieu, adieu!“ sagte Susanna und lächelte und ihre Stimme klang, als sänge sie. „Drum adieu, adieu?“ wiederholte sie und winkte hinaus zum Fenster und hinauf zum blauen Himmel.
„Sagt allen Leuten, die ich kenne, adieu!“
Klara und Maria hatten Tränen in den Augen, Adele zog die Brauen zusammen und lächelte voller Pein.
„Aber Susanna —“ begann Klara.