Da saß sie und das Licht sprühte aus ihren Augen, das ewige Licht, das um Gottes Haupt wogt.
Ob eine besondere Angelegenheit sie zu ihm führe?
Adele lächelte fein. „Muß es denn eine besondere Angelegenheit sein, die mich zu Ihnen führt? Ich denke mir, daß Sie jetzt recht einsam sein müssen. Man sieht Sie ja gar nicht mehr. Sind Sie denn immer zu Hause?“
„Im Gegenteil, ich bin viel unterwegs.“
Pause. Adele sah ihn an. „Sie kommen mir verändert vor,“ sagte sie und schüttelte den Kopf. „Sind Sie krank? So entsetzlich bleich sehen Sie aus!“
„Nein, ich fühle mich wohl,“ antwortete Grau und dankte.
Adele blickte ihn prüfend an. „Sie sehen leidend aus,“ setzte sie hinzu, dann sprach sie von andern Dingen.
Grau war schweigsam. Er sah sie nur und lächelte. Aber er fand nicht den kleinsten Gedanken in seinem Kopfe.
„Wie wunderbar sind doch die Nächte jetzt!“ sagte Adele, aber sie brach plötzlich ab und lachte leise. „Aber sehen Sie doch, da sitzt ja eine Maus!“ rief sie aus.
„Es ist eine zahme Maus,“ sagte Grau und raffte sich auf. „Das heißt alle Mäuse sind ja zahm, aber diese Maus hier ist an mich gewöhnt. Sie heißt Mirza und lebt hier. Sie ist sehr klug und schön. Sie ist sehr zutraulich und oft wenn ich ruhig dasitze, knappert sie an meinen Schuhen.“