„Sprich, elende Seele, wo sind deine Früchte, wenn ich dich schüttele? Sprich, sprich, elende Seele?“
Er begann zu stammeln, verwirrt zu reden. Er stotterte Entschuldigungen. Er suchte in seinem Kopfe, nichts fiel ihm ein. Nichts, nichts. „Erbarmen, Erbarmen!“ schrie er und krümmte sich.
„Sprich, sprich!“ sagte die furchtbare Stimme.
Da fiel ihm ein, daß er einst für ein krankes Kind ein Bilderbuch gemacht hatte, geschrieben, gemalt, Tag und Nacht hatte er gearbeitet.
Aber die furchtbare Stimme sprach: „Sprich, elende Seele!“
Grau stöhnte. Drei Tage und drei Nächte sprach diese Stimme und drei Tage und drei Nächte flehte, bat Grau.
Eisenhut trat ans Bett und fragte, ob er wach sei. Grau sah ihn mit Augen an, die nichts sahen.
„Erkennst du mich?“ fragte Eisenhut und lächelte, als ob er ihn lächelnd eher erkennen sollte.
Aber Grau sprach von einem Gefängnis und einem Gefangenen mit schrecklicher Sehnsucht nach seinem einzigen Kinde.
Eisenhut trocknete ihm die Stirne und kühlte sie mit Eis.