Sie näherten sich dem Häuschen und Graus Herz begann eigentümlicherweise zu pochen.
„Sie hat keine Pension?“ fragte er. „Die Frau?“
„Pension? Aber wieso denn Pension? Woher?“
„Hm. Sie hat auch kein Vermögen?“
„Hahaha, nein. Vermögen, um Gottes willen —!“
„Sie ist also arm,“ sagte Grau leise zu sich selbst. „Wie sagten Sie? Sie glauben also nicht, daß wir Herrn Lenz antreffen werden?“ fügte er hinzu und blickte den Mann mit dem Spitzbart an.
Der Mann mit dem Spitzbart zuckte zusammen. „Nein,“ sagte er verwirrt, „ich glaube es nicht. Er bleibt immer nur da, bis ihn seine Frau zusammengeflickt hat, dann geht er wieder. Ich habe auch gehört, daß er in Weinberg in einer Wirtschaft alle Fenster eingeschlagen hat, nun wird ihm wohl der Boden zu heiß geworden sein. Vielleicht ist er da, wer weiß es? Er ist sehr amüsant und er kann deklamieren — was er doch alles im Kopfe hat! Er kann Ihnen ganze Theaterstücke vorspielen. Er hat mir oft die ganze Nacht hindurch vorgespielt.“
„Sie lieben es wohl, ihm zuzuhören?“ fragte Grau lächelnd.
„Warum?“
„Nun, ich meine nur!“ sagte Grau und lächelte.