„Wer liegt da drüben?“
„Macs wife and his little girl!“
Drunten in den Stollen liefen sie aber zu dieser Zeit immer noch ...
6.
Allan erfuhr bei seiner Ankunft in New York durch eine Depesche Harrimans, daß Maud und Edith vom Pöbel attackiert worden seien. Nicht mehr. Harriman besaß weder den Mut noch die Grausamkeit, Allan die ganze schreckliche Wahrheit zu sagen: daß Maud tot war und sein Kind im Sterben lag.
Als der Abend dieses entsetzlichen Tages dämmerte, kam Allan im Automobil von New York an. Er steuerte selbst, wie immer, wenn er eine außerordentliche Geschwindigkeit fuhr.
Sein Wagen flog in einem Höllentempo mitten durch die unabsehbare Menge von Weibern, Tunnelmännern, Journalisten und Neugierigen, die ihre Regenschirme aufgespannt hatten, zum Stationsgebäude. Jedermann kannte seinen schweren, staubgrauen Car und das Knarren seiner Hupe.
Im Augenblick war der Car von einer erregten Menge umringt. „Da ist Mac!“ schrien sie. „Da ist er! Mac! Mac!“
Aber als Allan sich erhob, schwiegen sie plötzlich still. Der Nimbus, der seine Person umgab, dieser Nimbus aus Karriere, Genie, Kraft erblaßte auch jetzt nicht und flößte der Menge Scheu und Achtung ein. Ja, nie erschien ihnen Allan achtunggebietender als in dieser Stunde, da ihn das Schicksal zerschmetterte. Und doch hatten sie, als sie da drinnen im Rauch um ihr Leben liefen, geschworen, ihn niederzuschlagen, wo sie ihn auch träfen.
„Macht Platz!“ schrie Allan mit lauter Stimme. „Es ist ein Unglück geschehen, das bedauern wir alle! Wir werden retten, was zu retten ist!“