Nun aber schwirrten von allen Seiten Stimmen auf. Es waren die gleichen Ausrufe, die man schon seit heute morgen ausstieß. „Du bist schuld ... Tausende sind tot ... in einer Falle hast du sie gefangen ...“

Allan blieb ruhig, den Fuß auf dem Trittbrett. Mit einem ungehaltenen, kühlen Blick begegnete er den erregten Stimmen, während sich sein breites Gesicht verfinsterte. Plötzlich aber — als er die Lippen öffnete zu einer Erwiderung — zuckte er zusammen. Ein Ruf hatte sein Ohr getroffen, der höhnische Wutschrei einer Frau, und dieser Schrei schnitt durch seinen ganzen Körper und er hörte die anderen Stimmen gar nicht mehr. Nur diesen einen gleichen Schrei, der wieder und wieder unerbittlich und furchtbar an sein Ohr hämmerte:

„Sie haben deine Frau und dein Kind erschlagen ...“

Allan wuchs, streckte sich, als wolle er weiter sehen, sein Kopf machte eine hilflose Drehung auf den breiten Schultern, sein dunkles Gesicht wurde plötzlich fahl und sein gesammelter Blick zerrann in den Augen und flackerte entsetzt. In allen Augen ringsum las er, daß diese schreckliche Stimme die Wahrheit sagte. Alle Augen schrien ihm das Entsetzliche zu.

Da verlor Allan die Herrschaft über sich. Er war der Sohn eines Bergmanns, ein Arbeiter wie sie alle, und sein erstes Gefühl war nicht Schmerz, sondern Wut.

Er warf den Chauffeur zur Seite und ließ den Wagen anspringen, bevor er noch hinter dem Steuerrad saß. Der Car stürzte sich mitten in die Menge hinein, die sich schreiend und entsetzt zur Seite warf.

Dann sahen sie ihm nach, wie er in die regengraue Dämmerung hineinschoß.

„Da hat er es nun!“ schrien höhnende Stimmen durcheinander. „Nun weiß er, wie es tut!“

Einzelne dagegen schüttelten den Kopf und sagten: „Es war nicht recht — eine Frau, ein kleines Kind ...“