Und Ethel war den ganzen Abend fröhlich und liebenswürdig.

„Hören Sie aber nun, Allan, mein Freund!“ sagte sie, als sie sich trennten. „Ein zweites Mal dürfen Sie nicht so häßlich zu mir sein — ich würde es Ihnen nicht mehr verzeihen.“

„Ich werde mir alle Mühe geben!“ antwortete Allan scherzhaft.

Ethel sah ihn an. Der Ton, in dem er dies sagte, gefiel ihr nicht. Aber sie verriet sich nicht und sagte lächelnd: „Nun, ich werde sehen.“

Allan stieg in Lloyds Wagen und hüllte sich in den Mantel. Er sann vor sich hin und sagte: „Der alte Lloyd wird nichts ohne sie tun — und alles für sie.“

Einige Abende später betrat Allan mit Ethel die Loge Lloyds im Madison-Square-Palast.

Sie traten während des Konzerts ein und ihr Eintreten erregte solch großes Aufsehen, daß die Egmont-Ouvertüre fast vollkommen verloren ging.

„Ethel Lloyd und — Mac Allan!!“

Ethels Robe repräsentierte ein Vermögen. Sie hatte die Phantasie der drei ersten Bekleidungskünstler New Yorks angepeitscht. Die Robe war ein Gewebe aus Silberstickerei und Hermelin und brachte ihren Hals und Nacken herrlich zur Geltung. Im Haar trug sie einen Schopf Reiherfedern an einer sprühenden Brillantagraffe.