Ethel glitzerte. Sie trug den Rosy Diamond und erschien jung, strahlend, heiter und glücklich.
Allan schien ebenfalls glücklich zu sein. Er scherzte und lachte sogar: niemand sollte die allgemeine Ansicht bestätigt finden, daß er sich verkauft habe an Ethel. Aber er tat alles wie im Fieber. Seine große Qual, diese Komödie spielen zu müssen, sah niemand. Er dachte an Maud, und Gram und Ekel schnürten ihm die Brust zusammen. Niemand sah es. Um neun Uhr fuhr er mit Ethel nach Lloyds Haus, wo sie die ersten Wochen wohnen wollten. Sie sprachen kein Wort, und Ethel verlangte auch nicht, daß Allan sprach. Allan lag im Wagen, müde und erschöpft, und blickte mit halbgeschlossenen Augen teilnahmlos auf die wimmelnde Straße voll tanzender Lichter hinaus. Einmal machte Ethel den Versuch, seine Hand zu fassen, aber sie fand diese Hand eiskalt und ohne Leben.
Bei der dreiunddreißigsten Straße wurde ihr Car aufgehalten und mußte eine Minute stoppen. Da fiel Allans Blick auf ein Riesenplakat, dessen blutrote Lettern in die Straße leuchteten:
„Tunnel! Hunderttausend Mann!“
Er öffnete die Augen, seine Pupillen weiteten sich, aber trotzdem verließ ihn nicht eine Sekunde die schreckliche seelische Müdigkeit, die ihn lähmte.
Ethel hatte den Palmensaal beleuchten lassen und bat Allan, ihr noch ein wenig Gesellschaft zu leisten.
Sie kleidete sich nicht um. Sie saß in ihrer glitzernden Hochzeitsrobe in einem Sessel, den Rosy Diamond auf der Stirn, und rauchte eine Zigarette und hob von Zeit zu Zeit die langen Wimpern, um verstohlen nach Allan zu sehen.
Allan ging hin und her, als sei er allein, und besah sich, dann und wann innehaltend, zerstreut Möbel und Blumen.
Es war sehr still im Saal. Der verborgene Springbrunnen plätscherte und schwätzte. Manchmal raschelte geheimnisvoll eine Pflanze, die sich dehnte. Man glaubte die Worte zu verstehen, die auf der Straße gesprochen wurden.
„Bist du sehr müde, Mac?“ fragte Ethel nach langem Stillschweigen. Sie fragte es ganz leise und demütig.