„So erzähle doch, was die kleine Edith treibt, Maud?“ fragte er, obschon er sich schon vorher nach dem Kinde, dessen Pate er war, erkundigt hatte.
Mit keiner Frage konnte man Mauds Herz mehr berühren. In diesem Augenblick war sie von Hobby „ganz einfach entzückt“. Sie errötete und sah ihn mit ihren warmen braunen Augen schwärmerisch und dankbar an.
„Ich sagte dir ja schon, daß Edith mit jedem Tage süßer wird, Hobby!“ antwortete sie mit zärtlichem, mütterlichem Ton in der Stimme und ihre Augen standen voll Freude.
„Das war sie doch immer.“
„Ja! Aber — Hobby, du kannst dir keinen Begriff machen — und wie klug sie wird! Sie fängt schon an zu sprechen!“
„Erzähle ihm doch die Geschichte von dem Hahn, Maud,“ warf Allan ein.
„Ja!“ Und Maud erzählte strahlend und glücklich eine kleine drollige Geschichte, in der ihr Mädchen und ein Hahn die Hauptrolle spielten. Alle drei lachten wie Kinder.
„Ich muß sie bald wieder sehen!“ sagte Hobby. „In vierzehn Tagen komme ich zu euch. Und sonst war es langweilig in Buffalo, sagst du?“
„Deadly dull!“ versetzte Maud rasch. „Puh, todlangweilig, Hobby, zum Sterben!“ Sie zog die feinen Brauen in die Höhe und sah einen Augenblick aufrichtig unglücklich aus. „Lindleys sind nach Montreal übergesiedelt, das weißt du ja.“