Katschinsky erzählte von seiner Reise. Er spielte den Gleichgültigen und Unbeteiligten, den Freund, der tief gekränkt, aber zu stolz und großmütig ist, um sich diese Kränkung merken zu lassen.
Jenny bemerkte, daß er sich vollkommen neu eingekleidet hatte. Strümpfe, Schuhe, alles war völlig neu und modern. Es fiel ihr ein, daß seine Mutter ein kleines Vermögen besessen hatte.
„Und wie steht es mit der Odysseus-Gesellschaft?“ fragte Katschinsky. „Hast du abgeschlossen?“
„Ja, ich habe abgeschlossen.“
„Die Bedingungen gut?“ fuhr Katschinsky mit großer Gleichgültigkeit fort.
„Ja.“
Dann verließ Katschinsky das Thema, obwohl er doch ein Recht gehabt hätte, Näheres über die Bedingungen zu erfahren. Er ging.
Am nächsten Nachmittag aber kam er wieder. Jenny sah es sofort seinen Augen an, daß er heute nicht die Rolle des Gleichgültigen spielen werde.
„Ich bin gekommen, dich zu einem Spaziergang abzuholen,“ sagte er in munterem Tone, als habe es nie eine Verstimmung zwischen ihnen gegeben. „Wir wollen etwas gehen, und dann möchte ich mit dir Stobwasser besuchen.“
Jenny schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht,“ antwortete sie. „Willst du Tee haben? Um sechs Uhr kommt der Regisseur zu mir. Ich habe zu arbeiten.“