Wenzel zeigte aufrichtiges Interesse. Er betrachtete alle Werke des Bildhauers aufmerksam, die Keramiken, die Schnitzereien. Am meisten schienen ihn aber die lebenden Tiere, Stobwassers Modelle, zu interessieren.

„Ich habe leider heute keine Zeit mehr,“ sagte er plötzlich. „Wir sehen uns bald wieder, Herr Stobwasser.“

Stobwasser verbeugte sich tief und erbleichte.

„Oh, wie oft habe ich das gehört: ich komme wieder,“ sagte er, als die beiden gegangen waren. Und er drohte dem Papagei mit der Faust. „Und du, wie kannst du dein dummes Lied singen, wenn gerade Besuch da ist. Und noch dazu ein früherer Hauptmann.“

Er war völlig verzweifelt.

Jenny aber trug Wenzel, während sie im Auto saßen, ihren Einfall vor: Sie dachte es sich hübsch, wenn das Schwimmbassin mit Keramiken Stobwassers geschmückt würde. Es würde lustig und reizend aussehen, vielleicht kleine Nischen, man sollte Stobwasser auffordern, eine Skizze zu machen.

„Gut,“ erwiderte Wenzel, „ich werde ihn auffordern. Sehr gut aber gefiel mir sein Wandleuchter. Erinnerst du dich, der weiße Kakadu? Ich habe dem Architekten gestern gesagt, daß ich die Wandleuchter für den oberen Korridor nicht abnehmen werde, sie gefallen mir nicht. Wenn Stobwasser diese Wandleuchter machen könnte? Varianten seines Entwurfes?“

Stobwasser hatte nicht mehr auf Wenzels Rückkehr gehofft. Als Wenzel am nächsten Vormittag mit Jenny eintrat, stand Stobwasser da, die Fäuste voller Ton, mitten in der Arbeit, in einem mit Ton beschmierten Kittel, krebsrot das Gesicht vor Verlegenheit. Seine Miene war fast feindselig. Wenzel bat ihn also, gelegentlich mit Jenny nach dem Grunewald zu fahren und sich das Schwimmbassin anzusehen. Es war Gott sei Dank noch nicht gekachelt. Dann fragte er ihn, ob er die Wandleuchter für den oberen Korridor übernehmen könne, in der Art dieses Leuchters dort in der Ecke.

Natürlich konnte das Stobwasser. Er hatte auch nicht für einen Pfennig Aufträge.

„Wieviel Leuchter sollen es sein?“ fragte er.