Der junge Mann rückte etwas näher und begann mit etwas dünner, knabenhafter Stimme über den Wald zu berichten: es war ein Wald in der Nähe der Oder, soundso groß, der Wald gehörte dem Staat. Die Forstverwaltung hatte beschlossen, den Wald abzuholzen und das Terrain unter Umständen zu verkaufen, konnte sich aber nicht entschließen, die vorliegenden Angebote zu akzeptieren. Ein Vertreter des Raucheisen-Konzerns habe lange Unterhandlungen geführt, zuletzt aber seien alle Unterhandlungen gescheitert.

„Der Vater meines Vetters bekleidet eine einflußreiche Stellung in der Forstverwaltung,“ warf Mackentin ein.

„Sie deuteten es mir an,“ unterbrach ihn Wenzel. „Also Raucheisen kam nicht zum Ziel?“

„Nein, er hat zu wenig geboten.“

Wenzel lächelte spöttisch: „Raucheisen bietet immer zu wenig. Ich kenne ihn. Sagten Sie nicht, daß der Wald an die Oder grenzt?“ Er nahm ein Notizbuch aus der Tasche und begann sich Notizen zu machen. „Fünfhundert Hektar, sagten Sie?“

„Der springende Punkt, Schellenberg,“ warf Mackentin mit leicht schnarrender Stimme ein, „der springende Punkt scheint mir der zu sein: Die Forstverwaltung will das Terrain nur abgeben, wenn es zu Zwecken verwandt wird, die der Allgemeinheit der ganzen Provinz sozusagen wiederum zugute kommen.“

„Ich verstehe, Mackentin,“ erwiderte Wenzel mit einem leisen Lachen. „Wann kehren Sie zurück, Herr von Stolpe?“

„Ich werde morgen zurückfahren.“

„Fahren Sie morgen mit Ihrem Vetter, Mackentin, und sehen Sie sich den Wald an.“

„Sehr wohl.“ Mackentin verbeugte sich.