„Sehen Sie zu, ob das Gelände sich zu Industrieanlagen eignet, und klopfen Sie dann bei den hohen Herren an. Sagen Sie“ – wieder erschien das leise Lächeln auf Wenzels Lippen –, „sagen Sie, wir beabsichtigen auf dem Gelände große Industrieanlagen zu schaffen, die den Handel der Provinz günstig beeinflussen würden. Wenn man den Wunsch haben sollte, sich zu beteiligen, so sei dagegen natürlich nichts einzuwenden.“
„Ausgezeichnet, sehr wohl.“
„Vielleicht können Sie auch vorschlagen, daß wir ein Stickstoffwerk auf dem Gelände errichten, das den ganzen Osten mit Stickstoff versorgen soll. Machen Sie ein ausführliches Exposé, so daß wir völlig fertige Vorschläge unterbreiten können. Wir können später ja immer noch tun, was wir wollen. Und was die Zahlungen anbetrifft, drei bis sechs Monate Ziel.“
„Sehr wohl,“ antwortete Mackentin.
„Und Sie, Herr von Stolpe,“ wandte sich Wenzel an den jungen Mann mit den roten Bäckchen und sah ihm mit einem klaren, festen Blick in die Augen. Sein Gesicht erschien in diesem Augenblick fast hart. „Was fordern Sie als Provision für den Fall, daß das Geschäft perfekt wird?“
Der junge Mann wurde tiefrot.
Wenzel lachte laut heraus: „Man sieht, daß Sie aus der Provinz kommen. Geschäft ist Geschäft!“
Hier griff Mackentin ein. „Mein Vetter verlangt natürlich keine Provision, lieber Schellenberg,“ sagte er. „Er wäre dagegen glücklich, wenn er eine Anstellung hier in Berlin bekäme.“
„Schön! Entwerfen Sie den Vertrag, Mackentin. Ich bitte Sie, Herr von Stolpe. Worte kann man vergessen. Die Welt schwankt in diesen Tagen.“