Erregung.

Tilbeck. Still, still! Der Geist ist über Dusentschur gekommen.

Rottmann. Dein Zeichen, Johann! Gott der Herr möge ihn erleuchten.

Johann. Still! –

Dusentschur mit verklärtem Antlitz, visionären Augen: Feuer und Rauch! – Die Welt in Flammen ... Glut bläst über die Erde, die Städte zerschmelzen. Wehe! Wehe! Er geht mit mächtigen Schritten.

Tilbeck. Hört, ihr Brüder –

Johann. Still –

Dusentschur mit gellender Stimme: Im Osten aber – siehe, ein Tor, groß und glühend wie der Sonnenball. Steht ein Engel vor dem Tore, gleißend in seiner Herrlichkeit. Breit ist sein Schwert, glühend, und roter Rauch fährt aus der Schneide. Er taumelt zuweilen. Verzückt hebt er die Arme. Siehe, wie es wimmelt auf den Straßen, die gen Osten führen! Alle Kreatur flüchtet vor dem Untergang. Da reiten die Päpste und Bischöfe und Äbte und Domherren. Herrlich sind sie angetan mit Gold und Silber, und das Zaumzeug ihrer Pferde funkelt. Und hinter ihnen reiten die Könige mit ihren Zeptern und die Kaiser mit ihren Kronen und die Fürsten in ihrem Purpur und alle, so die Macht auf Erden haben. Ihre Rosse sind kostbar und die Schabracken blitzen von Gestein ...

Seine Züge verzerren sich.

Siehe aber, der Engel hebt sein glühendes Schwert und zornige Glut fährt aus der Schneide. Und die Bärte und Haare der Päpste und Kaiser und Fürsten verbrennen. Rauch fährt aus den Purpurmänteln, die Harnische schmelzen. Und es erhebt sich ein Gelächter, und sie sinken dahin ...