Johann wehrt ab: Was sollen mir deine Reichtümer. Ich will sie nicht! Behalte sie!
Der große Mönch. Johann, ich weiß, du bist in Bedrängnis. Deine Stadt Münster ist verloren und es gibt keine Rettung für sie!
Johann verzagt: Münster ist bedrängt, wohl weiß ich es. Wir werden kämpfen und Gott wird seine Stadt beschützen!
Der große Mönch. Die Übermacht des Bischofs ist zu groß. Du weißt es, Johann, und du weißt auch, daß Gott Münster nicht beschützen wird. Du weißt es, Johann, leugne es nicht. Ich aber habe dein Geschrei vernommen und bin zu dir gekommen, da Gott dich verlassen hat.
Johann ermannt sich: Wer sagt dir, daß Gott mich verließ?
Der große Mönch. Du weißt es selbst. Er hat dich gerufen, aber da du ihm folgtest, hat er sich von dir gewandt. Hat er nicht immer die im Stich gelassen, die ihm nachfolgten? Hat er nicht selbst den eigenen Sohn verlassen, als er am Kreuze nach ihm schrie?
Johann in Abwehr: Versuche mich nicht!
Der große Mönch. Johann! Ich will dich triumphieren lassen über deine Feinde! Höre, Johann, gibt es etwas Herrlicheres, als über seinen Feind zu triumphieren? Folge mir, und ich will dir den Bischof in die Hand geben.
Johann schwach: Könntest du das –?