Beide eilen durch die Mitteltür.
Der Saal bleibt längere Zeit leer. Dann hört man Waffenklirren und Stimmen.
Einige bischöfliche Offiziere treten laut und lachend durch die Türe links in den Saal.
Zuletzt Meinhard von Hamm.
Meinhard von Hamm. Das Rathaus ist in unserer Hand! Meldet es den Feldherrn! – In mancher Schlacht habe ich gefochten, ihr Herren, manche Burg und Stadt habe ich gestürmt. Ich bekenne es offen: niemals habe ich einen solchen Kampf erlebt. Was noch zu tun ist, besorgt, ihr Herren! Zieht sie aus den Häusern, den Kellern, den Betten. – Übt keine Gnade! Die Anführer allein nehmt gefangen! – Die Täufer haben sich zu einem letzten Widerstand in die Wagenburg am Domplatz geworfen. Feuert aus den Häusern auf sie, bis sie um Gnade flehen. Und wenn sie die Waffen abgegeben haben, schlagt sie nieder, Mann für Mann! Das Blut soll den Boden Münsters rot färben für alle Zeiten. Wir kümmern uns nicht um die Abmachungen mit den evangelischen Fürsten und freien Reichsstädten. Der Bischof wird uns Dank wissen.
Dritter Offizier kommt durch die Mitteltüre mit einigen Knechten: Knipperdolling ist gefangen. Sie haben ihn niedergeschlagen mit Spießen.
Die Offiziere. Knipperdolling!
Dritter Offizier. Zwanzig Knechte waren nötig, ihn zu bändigen. Krechting ist gefangen. Tilbeck haben sie in Stücke gerissen, er bettelte um sein Leben. Rottmann, der Prediger und der Holländer Gert tom Kloster wurden im Kampf erschlagen.
Meinhard von Hamm drohend: Und Johann?
Dritter Offizier zuckt die Achseln.