Divara. Nein. Ich sagte nichts. Schlafe, Johann. Nach einer Weile. Mathys! Mathys!
Johann fährt auf, unruhig: Ich höre singen.
Divara. Es sind die Frauen, die Hille Feiken schmücken. Sie singen dazu. Schlafe jetzt, Johann.
Johann erhebt sich: Ich will nicht schlafen. Nur ein Tier schläft in solcher Nacht. – Lies, Divara, wie jeden Abend. Lies die Offenbarungen.
Divara nimmt die Bibel und liest.
Und hörete eine Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen. Und er wird bei ihnen wohnen und sie werden ein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.
Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhle saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu ...
Johann, der erschüttert zugehört hat, hebt die Hand: Genug. Gute Nacht, Divara. Divara geht.
Johann erhebt sich: Siehe, ich mache alles neu ... Lächelt verzückt. Abwischen wirst du alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein – noch Leid – Er streckt die Arme zum Himmel. Noch Geschrei ... Ja, komm, komm, Herr Jesu Christ! Er stürzt in die Knie. Ich bin dein Knecht, Herr. Elend und unwürdig. Erleuchte mich! Gib mir die Kraft, dein Volk durch die Wüste zu führen! – Ja, mache sie neu, diese Welt. Mache alles neu ... Mein Herz ist froh – du, du, großer Gott, du wirst es tun ...
In einer ekstatischen Verzerrung, die Arme erhoben, erstarrt er.