Stille.

Alle gehen, bis auf den Bischof, Dr. Melchior und Johann von Raesfeld.

Der Bischof sitzt regungslos.

Bischof hart: Man soll einen Pfahl vor den Wällen von Münster aufrichten. Darauf setze man ihren Kopf. Heute Nacht – damit sie ihn am Morgen sehen sollen. – Unsre Langmut ist zu Ende. Wir lassen unser nicht länger spotten ...

Stille.

Bischof erhebt sich. Er erscheint sehr müde: Mit wem kämpfe ich hier, ihr Herren? Er blickt niemand mehr an.

Johann von Raesfeld. Mit dem Satan! Dem leibhaftigen Satan!

Bischof. So wollen wir unsere Anstrengungen verdoppeln! Laßt ein Rundschreiben ergehen an all unsere Klöster, Stifte, Kapellen, Kirchen, Abteien. Alles was Silber oder Gold ist oder edles Gestein trägt: Monstranzen, Kelche, Kessel, Kreuze, Ringe, alles soll unverzüglich ausgeliefert, eingeschmolzen und verkauft werden.

Dr. Melchior. Euer fürstliche Gnaden, es wird Unruhe geben im Lande.

Bischof. So werden wir Graf Schaumburg mit seinen Reitern hinschicken! Wir werden fortan unerbittlich sein. Sind die Sendschreiben an die evangelischen Fürsten und freien Städte vorbereitet?