Weinet nicht ihr Knechte und Mägde.
Die alten Diener kamen in Festtagskleidern herauf und fragten, ob sie dem Herren irgendwie dienen könnten.
„Blumen, Blumen . . . . .“
In Ingeborgs Gemächern sieht man keinen Sessel mehr, keine Wand, keinen Teppich.
„Blumen, Blumen . . . . .“
Eine Bahre aus grünen Zweigen.
Ich denke nach. Nein, ich konnte Ingeborg nicht in die Erde betten. Ich konnte es nicht zugeben, daß sie verweste — nein, bei Gott, nein! Also mußte sie in die Gruft gebettet werden, mit Spezereien getränkt. Aber auch das ging nicht an. Ich hatte Mumien gesehen, die mich mit Schrecken und Abscheu erfüllten. Nein, nein. Auch das ging nicht.
Das Meer? Ein tiefes grünes schaukelndes Grab, ein dunkler immergrüner Wald mit leuchtenden Fischen und Korallenhecken. Aber da würden die Fische kommen. Ich sah, wie sie Ingeborgs Leib umkreisten, immer enger, immer enger —
Nein, nein, auch das ging nicht.
Es gibt nur eines: das Feuer! das Feuer! Ein Grab inmitten donnernder jubelnder wehender Flammen!