„Axel, Axel!“ rief sie.

Da lächelte ich und nahm die Hände vom Gesicht und lauschte auf Ingeborgs Stimme.

Etwas berührte meinen Arm und ich richtete mich auf und wandte den Kopf.

Ingeborg saß aufgerichtet im Bette und blickte mich an. Die Haare hingen ihr über die schmalen Wangen und ihre Augen waren groß und verwundert auf mich gerichtet. Sie sah aus wie ein schlankes Mädchen von fünfzehn Jahren.

„Axel,“ sagte sie, „warum weintest du?“ Sie sprach mit kindlicher, hoher Stimme.

Ich hatte geträumt und dieser schreckliche Traum stand plötzlich wieder vor mir. O! Ich glitt in die Knie und legte mein Gesicht in Ingeborgs Schoß und schluchzte vor Glück.

„Ingeborg, Ingeborg!“

Ingeborg küßte mir die Haare. Sie atmete tief auf.

„Wie frisch fühle ich mich,“ sagte sie.

„Sage. Axel, warum weintest du? Ich hörte dich weinen, erwachte und sah dich sitzen. Du schliefest, aber die Tränen liefen dir über die Wangen. Sage es mir.“