Das würde ich bei Gott tun.

So küsse mich.

Er küßte mich. Freunde, es war am Tage, es war angesichts des Palastes, die Möven haben es gesehen, die Fische im Meer und Gottes tausend strahlende Augen, nur euch hat Gott die Augen versiegelt.“

Und ich erzählte, daß goldenes Herz fortwährend von dem Geliebten und ihrer Liebe gesprochen habe und nicht müde geworden sei, die Schönheit des Geliebten, seine Augen, seine Lippen, seine Hände, seine Stimme zu preisen und die Süßigkeit ihrer Liebe zu besingen. Ja, so sprach sie, daß die Mönche und Nonnen sich abwendeten.

„O, ihr Frauen dort oben!“ rief sie. „Seht mich Gefallene! Aber ich sage euch, nimmermehr möchte ich mit euch tauschen. Gerne würde ich sterben für jedes seiner Worte und für jede Wimper seiner Lider. Wie glücklich wäre wohl jede von euch, könnte sie diese Worte sprechen! Haha! Ihr würdet keine Reue empfinden, hätte er einmal nur seinen Arm um euern Nacken gelegt, die tiefste Hölle würdet ihr lieber ertragen, als daß ihr einen seiner Küsse entbehrtet. Ich weiß es, ja, ja, ja!“

Also sprach Silvia und sie konnte nicht aufhören von dem Geliebten zu sprechen und den Herrlichkeiten ihrer Liebe.

Sie sprach nicht, nein, sie jauchzte. Sie lachte und weinte während sie sprach und ihre Wangen rötete das Glück.

Auge aber weinte vor Seligkeit hinter der Kapuze, die sie ihm über den Kopf gezogen hatten, und er weinte so sehr, daß die Steine zu seinen Füßen dunkel wurden, trotzdem die Sonne brannte.

Die Gäste zitterten. Der König krümmte sich unter Silvias Worten und erstarrte, immer mehr.

Tiefe graue Furchen entstanden in seinen Wangen und an den Schläfen.