A bas, à bas!

Das war Karl.

Wir tranken auf das Wohl der Verschwender, wir tranken auf den Untergang der Bürger.

Ingeborg sang. Sie sang nie so schön wie in dieser Nacht, zum erstenmal dachte ich nicht mehr, daß es Ingeborg war, die da sang, es war eine Stimme, die Stimme einer Sängerin. Ich war fröhlich, leicht war mein Herz. Alles war vergessen, alle Schatten. Hatte ich an Schatten gedacht? Ich war wohl töricht.

Ingeborgs Blick suchte den meinigen, er sprühte Verführung. Ingeborg küßte mein Ohr, als ich am Flügel saß und Karl es nicht sehen konnte. Ich schrie leicht auf. Der Flügel kicherte und lachte.

Ich hörte Ingeborgs alte Stimme wieder, ich sah Ingeborgs alte Augen.

Karl sprühte von Ideen und wir lachten und staunten in einem fort. Er erzählte eine Geschichte von den Obdachlosen, traurige und abscheuliche Einzelheiten, aber er erzählte sie so, daß wir über alles lachen mußten.

Die Nacht verging.

Ein Hahn krähte. Da brachen wir alle in Gelächter aus, aber niemand hätte den Grund angeben können, weshalb wir lachten, denn der Hahn krähte wie ein ganz gewöhnlicher Hahn. Ich erhob mich.

„Freunde,“ sagte ich, „hört! Ich mache euch einen Vorschlag. Ihr seid Freunde, du Ingeborg und du Karl, ich wünsche, daß ihr Geschwister seid. Könnt ihr das, so nennt euch du!“