Eine Lüge flackerte in Ingeborgs Stimme, ein Geheimnis schwieg in Karls Schweigen.
Ich lächelte, ich beherrschte mich.
„Hungrig werdet ihr sein, Freunde. Kommt!“ sagte ich.
Und ich ging voran und sie folgten mir, Ingeborg und Karl.
24
Am andern Tage reiste Karl ab, er ließ sich durch kein Zureden halten. „Ich muß, Axel!“ Ich ließ ihn ziehen, ich liebte ihn. Ingeborg war bleich, ohne Worte.
Die Felder sind gemäht. Die Wiesen sind braungrün. Die Sonne funkelt noch, aber ein leichter Wind weht immerzu, herauf aus dem Tale und verweht die Strahlen der Sonne.
Der Sommer verglüht, der Herbst kommt, bald werden die Krähen schreien, denke ich. Und ich sehe in Gedanken Schnee vom Himmel fallen.
Es ist schwül im Hause und doch zieht es, wo man geht. Die Hände und Füße frieren, ein kalter Atem streicht über den Rücken.