Es ist nun sehr stille geworden bei uns und die Uhren ticktacken, wohin man kommt.

Ingeborg sitzt am Fenster und blickt die Straße hinab, die ins Dorf führt.

Vor dem Hause auf der Wiese steht eine Birke, eine neue Bank, aber es ist eine andere Birke, eine andere Bank.

Ich lächle und sage zu Ingeborg:

„Wie stille ist es bei uns, gute Ingeborg!“

Es sei sehr stille, ja, erwidert Ingeborg und blickt lächelnd zu mir empor.

Ich gehe. Dieses Lächeln tut mir weh.

So vergeht der Tag.

Ingeborg sitzt am Fenster und blickt die Straße hinab, die zum Dorfe führt.

Ich setze mich zu ihr und sage: „Wie man doch Karl vermißt. Ein solch gütiger Mensch, ein solch herrlicher Mensch! Wie schön war er doch anzusehen, wenn er kutschierte! Wie ein griechischer Wagenlenker stand er im Wagen und ließ die Peitsche über den Pferden knallen und schrie, daß die Pferde scheuten und sein langes, rotes Haar flatterte im Winde um sein lachendes, verzücktes Gesicht.“