Da stieg er in meinem Herzen auf der Gedanke, zum erstenmal, ganz deutlich, fordernd und stark. Ich rang mit ihm. Wochen und Monate habe ich mit ihm gerungen, mit diesem Gedanken.

Ich war traurig, traurig.

Ich ging in Sack und Asche einher. Ich lachte nicht mehr, ich lächelte selten. Ich liebte es, zu tanzen und zu jubeln vor Freude, ich liebte es, prächtige Gedanken im Kopfe zu tragen, ich liebte es, mein Herz klopfen zu hören. Ja, in jenem Sommer, da waren Symphonien in mir, Symphonien, ohne Ende, ohne Ende.

Nun war ich aus meinem Reiche vertrieben, ein Bettler, der sich dahinschleppte, Hunger in den Augen.

Einst wandelte ich, jetzt kroch ich.

Möchte doch die Sonne erblinden, möchte doch die Welt zerfallen in Schutt, Schutt.

Die Hand des Schicksals hat mein Gesicht zerknittert, es erscheint mir fremd. Meine Augen sind zusammengerückt und sie stechen, eine tiefe Falte spaltet meine Stirn, meine Lippen hat die Bitternis gesäumt.

Ich bin unglücklich.

Es ist ein kleines Wort. Wehe, wenn du einmal nichts anderes mehr sagen kannst als dies.

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