Schön war es, hier zu liegen und zu lauschen und Ingeborgs Brief anzusehen.
Hallo, Ingeborg!
Ingeborg schrieb nur wenige Worte. Ich solle ihr vergeben — — Hört, das ist Ingeborg! — Sie habe nicht gewagt, an mich zu schreiben — Hört ihr es? — Karl lasse grüßen, sie bitte um einige Kleinigkeiten. Ob sie mich nicht bitten dürfe, ihr das Medaillon mit dem Bilde ihrer Mutter zu schicken. Sie könne nicht leben ohne das Medaillon.
Viel zu tun habe sie. Gesangstunde. Karl arbeite fortwährend und nur ein Stündchen könnten sie am Abend zusammen sein. Aber sie sei sehr glücklich.
Das Medaillon sollte sie mit der nächsten Post bekommen. Ich trug es um den Hals, versteckt unter dem Kragen, aber sie konnte es haben. Was sie wollte, alles!
Schreibe bald, Axel.
Ja, heute noch wollte ich schreiben.
Ich bin tief in den Wald hineingegangen, Ingeborg, würde ich schreiben, der Wald begann zu läuten. Sonderbar war es, unvergeßlich. Ich habe mich sehr gefreut, wie habe ich mich gefreut!
Ja, ein herrlicher Brief würde es werden.
Hin und her streifte ich im Walde. Gab es heute einen glücklicheren Menschen auf der Erde? Nein, nein! Wer das behauptete, der kam nicht aus den finsteren Nächten hervor.