„Zwanzig Mark?“

„Zweitausend!!“ Ich schrie es, daß der Wald hallte.

„Hoho! hehehe! Sachte, sachte!“ schrie der Kleine, ebenso laut.

„Ja, zweitausend Mark. Du kannst sie sehen.“ Ich zog meine Brieftasche heraus.

„Hier sind sie. Siehst du? Also keine Lüge. Du hast keine Vorstellung, was das für ein Hund war! Ein preisgekröntes Vieh, überall preisgekrönt. Nächstens kommt er nach Amerika.“

Sehr merkwürdig. Höchst eigentümlich.

„Ja, Glück muß der Mensch haben, so laufen ihm preisgekrönte Hunde ins Haus. Was sagst du jetzt, wenn ich behaupte, der glücklichste Mensch der Welt zu sein?“

„Gehen wir weiter,“ sagte der Wanderer, „im Gehen spricht sich’s ebenso gut. Selbst wenn ich annehme, daß es so ist, so ist dein Glück doch nicht so groß, wie das meinige. Es ist mehr äußerlicher Natur. Geld macht kein Glück. Du kannst dir viel schönes und nützliches dafür anschaffen, stimmt. Aber mein Glück sitzt tiefer, das sitzt mitten im Herzen, da zittert es, da drinnen, ja! Ich bin wiedergeboren, verstehst du, habe Leben und Freiheit, ich wandere durch die schöne Welt, wandere noch vierzehn Tage, dann bin ich bei meiner Frau, habe zwei Kinder, die nun schon in die Schule gehen. Ein Mädchen, ein Knabe. Das ist etwas anderes, nicht? Du hast alles vielleicht auch —“

„Gewiß, gewiß! Nur in die Schule gehen meine Kinder noch nicht. Hm. Ich verstehe dich schon, du hast deine Gesundheit wiederum, das Wiedersehen zu Hause nach langen Jahren, ja, aber trotzdem bin ich sehr glücklich, Freund, sehr glücklich. Sage, ist es bei dir ebenso, wenn ich glücklich bin, so möchte ich anderen gerne eine Freude machen.“

Eine allgemein menschliche Eigenschaft sei dies.