Pazzo stand mager auf hohen, dünnen Beinen und seine Haare waren gesträubt. Seine Augen funkelten grün und gelb, wie die Augen von Katzen, denen man in dunkelen Gassen begegnet. Geifer hing aus seinem Munde und tropfte auf den Boden.

Das war . . . . .

Sobald ich mich bewegte, zog er die Nase in die Höhe, so daß der Oberkiefer blinkte. Er fauchte wie eine Katze.

Nun ist Pazzo toll geworden! dachte ich und der Schmerz wollte mich überwältigen. Es kam so plötzlich! Ich hatte Mühe mich zurückzuhalten und mich nicht vor dem Hunde niederzuwerfen und ihn zu umschlingen.

Da kam Pazzo gesenkten Hauptes, die Augen stechend wie Brillanten, auf mich zu. Es mußte sein.

Ich nahm das Buch vom Schreibtisch und schleuderte es ihm mit aller Gewalt an den Kopf. Pazzo sprang zurück und kläffte, daß es hallte.

Dann tat ich es. Ich nahm den Revolver aus dem Schubfache.

„Komm Pazzo, mein Liebling!“ sagte ich und zielte auf Pazzos Stirne. Die Tränen trübten meinen Blick.

Ich schoß, Pazzo sprang zur Seite, wankte und fiel zusammen. Er bekam noch eine Kugel durchs Ohr. Er zuckte, spreizte die Beine und bog den Kopf zurück. Er war tot, seine Augen starrten gläsern auf die Quaste eines Sessels, die baumelte. —

Das waren die Augen, die Ingeborg zuletzt gesehen hatten . . .