„Schere dich zum Teufel!“ schreie ich und presse den Revolver auf das Herz. Aber der Wanderer wirft sich über mich und umklammert mein Handgelenk. Ich keuche.
„Laß los!“ Ich ringe mit ihm. Ich nehme alle Kraft zusammen, ein Ruck noch und mein Arm ist frei —
„Laß los.“
Ich erwachte.
Ich lag immer noch auf der Ottomane. Ich schauderte zusammen.
Aber jemand stand im Zimmer, in einen dicken Mantel eingehüllt, einen großen Hut auf dem Kopfe. Er hatte ein rotes aufgeblasenes Gesicht mit heimtückischen kleinen Chinesenaugen. Er stand am Flügel, nahm das grüne Väschen in die Hand, steckte es ein und schlich sich hinaus.
Ich fuhr auf. Ich hörte wie eine Türe vorsichtig zugemacht wurde.
Jemand war eben im Zimmer gewesen. Der Knecht, den sie den Mönch nennen. Ja! Er hatte das Väschen gestohlen.
Ich blickte auf den Flügel: das Väschen war fort!! Träumte ich? Nein, ich träumte nicht mehr. Ich hatte zwei Träume hintereinander geträumt, den von Ingeborg, den von der Grotte. Das wußte ich genau und ich würde es nicht wissen, träumte ich noch. Ich sah ja, konnte mich anfassen, fühlen.
Das Väschen war fort! Lange Wochen stand es doch auf dem Flügel!