Ich rannte aus dem Zimmer, die Treppe hinab, über den Hof. Groß und messinggelb stand der Mond über dem Walde in einem violetten Himmel. Der gelbe Schnee knarrte unter meinen flüchtigen Schritten. In den Ställen klirrten Ketten und die Pferde stampften.

Ich eilte ins Haus und riß die Türe zur Gesindestube auf. Da saßen sie alle im Tabaksqualm, Knechte und Mägde und flochten Strohbänder. Sie rauchten, lachten und erhoben sich, als ich eintrat.

Ich warf die Türe ins Schloß. Es wurde so stille, daß man hörte, wie die Kühe nebenan das Heu aus dem Barren rupften.

Dort stand auch er, der Mönch, im dicken Mantel, den er Sommer und Winter trug, und den großen Hut auf dem roten Kopfe. Wie immer schlug er den Blick zu Boden. Ich trat auf ihn zu und schüttelte ihn leicht am Arme.

„Da bist du ja!“ sagte ich und lachte höhnisch.

Der Knecht hob furchtsam die Lider und blickte erschrocken auf mich. Die Röte wich aus seinem Gesichte und die dicken Backen zitterten. Er senkte die Lider, schneeweiß lagen sie in seinem fahlen Gesichte.

„Schon lange habe ich ein Auge auf dich, du!“ sagte ich. Alle standen sie ringsumher erschrocken, mit großen Augen und geöffneten Mäulern.

„Ja ja,“ murmelte der Mönch. „Hole den Schandarm!“

„Du hast es getan? Wie?“

„Ja ja.“