„Was ist das? Was ist das?“ flüsterte ich und ging müde ins Haus zurück. —
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Ich erkrankte. Diese Reihe von Tagen, bis ich müde zusammenstürzte, bis ich liegen blieb und mich nicht mehr rührte, sie ist in meinem Gedächtnis ausgestrichen!
Ich erkrankte.
Wie lange lag ich krank? Ich weiß es nicht. Dann erwachte ich wieder. Eine Stimme flüsterte. „— Du Herr, der du Berge versetzen kannst und Mauern einstürzen mit dem Atem deines Mundes, nimm dich des armen Kranken an, auf daß er genese —“
Ich hob die Lider. Ich lag im Bette, am Fenster saß die alte Maria, eine große Brille auf der Nasenspitze und betete. Wie Stricke lagen ihre gebleichten Haare auf dem runden rosigen Schädel. Wo hatte ich dieses Rosige schon gesehen und dieses Kränzchen? Richtig, bei Spanferkeln, genau so, von hinten gesehen.
Und ich lag stille, es machte mir Freude zuzuhören, wie jemand mit seinem Gotte sprach, für mich, immerzu für mich. Ich kicherte beinahe, so schön hörte sich das an. wie Maria Gott pries, als wolle sie ihn durch Schmeicheleien willfähriger stimmen, und dann um meine Gesundheit flehte.
„Die Sonne steht still auf dein Geheiß —“ Tatata, dachte ich bei mir.
„— und Tote stehen auf, auf dein Wort —“ Tatata, dachte ich bei mir.