Wir treffen uns auf der Bank auf der Höhe. Ingeborg erzählt mir, wie sie zur Bank eilt.
Ja, zuerst geht sie schnell, sehr schnell, dann läuft sie und zuletzt fliegt sie durch Dick und Dünn und es geht immer noch zu langsam.
Ich lächle.
„Ich habe die ganze Nacht gesessen und an dich gedacht!“ sage ich.
Ingeborg nimmt das Kettchen mit dem goldenen Medaillon vom Halse und drückt es mir in die Hand.
Hastig, als könne es jemand sehen.
„Nimm,“ sagt sie, „nimm! Ich habe nichts, das mir mehr wert wäre.“
„Erlaube, daß ich die Spitze deines Schuhes küsse!“ sage ich.
Ingeborg kommt am Abend in den Birkenhain vor ihrem Hause, sie trägt ein kleines Heft in der Hand.
„Nimm,“ sagt sie, „nimm! Es ist ein Schulheft, ein kleines Heft, vielleicht macht es dir Freude?“