„Vielleicht hat sie einen Geliebten, den sie besucht? Wie?“
Graf Flüggen pfiff durch die Zähne und blinzelte.
„Welch ein Einfall! Nein, nein, eine falsche Vermutung — er ist ja sehr begabt und hübsch, aber es fehlt ihm — ja, er ist kein Mann — er ist leidend, sehr krank, glaube ich. Nun, denken Sie, schon mit zwölf Jahren schleppten sie ihn von Stadt zu Stadt. Nein nein, welch ein Einfall von Ihnen!“
Graf Flüggen lachte.
Auch ich lachte.
„Besuchen Sie mich doch! Keine Zeit? Ich glaube auch unsere Ingeborg wird sich freuen. Sie sagte neulich, weshalb sieht man Fürst Axel so selten?“
Ich würde wohl bald wieder vorsprechen.
„Viele Grüße an Fräulein Ingeborg.“
„Danke, danke. Das wird sie freuen, ja gewiß. Sie hat mir einmal etwas von Ihren Augen gesagt, kann es Ihnen nicht sagen, junger Freund — hihi —
Früher stellte sie sich unter Ihnen so etwas wie einen Ritter Blaubart vor, ganz sicherlich, wie in den Märchen — dann bekam sie Sie zu Gesicht, vorigen Herbst. Papa, sagte sie, nun und dann sagte sie eben das von Ihren Augen. — Adieu, junger Freund. Weidmannsheil!“