„Willkommen!“ sagte ich und streckte dem Besuche die Hand hin.
„Keine Übereilung, Herr!“ sagte der Mann, der aus dem Walde kam. Er zog sich einen Stuhl näher zur Türe, ließ sich gemächlich nieder, den Hut auf dem Schoße und den dicken Stock über den Knien. Er blickte durch mein Zimmer, das ein Museum auserlesener Gegenstände war, und lächelte geringschätzig.
Er hatte einen Kopf wie ein Apostel, sein Gesicht verschwand nahezu in dem Kranze rußiger, zackiger Haare, zu dem sich Haupt- und Barthaare vereinigten. Die Brauen, die Federn ähnlich waren, hingen halb über seine wasserblauen, treuherzigen Augen. Der Mann hatte große Hände, Äxte waren sie gleichsam, sie waren voller Risse und Sprünge, die Nägel abgeschabt und braun.
„Ja, ich komme aus dem Walde“, sagte der Bärtige und blickte mich an. „Ein weiter Weg hieher, ein weiter Weg. Aber es ist schön durch Gottes Natur zu wandeln, allezeit ist es schön, etwa nicht?“
Es sei schön, durch Gottes Natur zu wandeln, da habe er recht.
Der Mann zog ein großes blaues Schnupftuch aus der Tasche und schnäuzte sich geräuschvoll.
„Das Getreide steht gut, die Kartoffeln sehen gut aus. Ein wenig Regen noch. Nun, der Herr über Mensch und Vieh wird es wohl einrichten.“
Er wickelte das Schnupftuch zusammen, wiegte den Kopf hin und her und lächelte.
Also er sei Ingeborgs Vater. Ingeborg kenne ich doch, wie?
„Gewiß, gewiß!“