Ich habe ganz den gleichen Weg!
Ich lese aber dieses Buch.
Ich lese ganz das gleiche Buch!
Ich erwache des Morgens, ein Mund küßt mich, Ingeborg steht vor mir zerzaust und naß vom Tau, Blumen in der Hand.
Wo warst du?
Ich schlief im Walde, o herrlich war es. Ich habe oben im Bach gebadet!
Viele Nächte schläft Ingeborg im Walde, oft bekomme ich sie Tag und Nacht nicht zu sehen. Ich sitze und tue nichts, ich warte auf sie. Mein Herz klingt und singt. Mein Sinn wird dunkel — ich fühle, daß sie nun kommt. Da kommt sie aus dem Walde. Pazzo begleitet sie. Er ist von mir zu ihr übergegangen.
Danderadei — danderadei — singt sie und schwingt den Strauß in der Hand. Es klingt wie Fanfaren.
Meine Hände beben, meine Füße zittern, ich gehe ihr entgegen, mit feuchten Augen gehe ich ihr entgegen und ich gehe langsam, weil meine Knie zittern. Außerdem würde ich ja springen, sausen. O, du Herrliche! denke ich, ich flüstere es.
„Ich fand etwas im Walde!“ ruft Ingeborg. „Sieben Zettelchen. Du hast sie geschrieben, Axel! Erst fand ich eines. Ich lese: Ingeborg. Axels Hand, denke ich. Ich suche und finde ihrer sieben. Vergilbt sind sie, aber doch kann ich sie noch lesen. Wann schriebst du sie?“